remote tools

video simulating interactivity

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Eingriff

Diese enzyklopädische Installation thematisiert die Entwicklung, die der Mensch in Form von Werkzeugen betrieben hat, um seine Umwelt zu zähmen. Eric Lanz gibt der Überlegung einen zusätzlichen Dreh, indem er seine Installation auf die Art und Weise einer interaktiven Software anlegt... Auf der Projektionswand erscheinen verschiedene Gegenstände, Substanzen und Stoffe, die ein unsichtbarer Nutzer virtuell bearbeitet, indem er sich in einer Werkzeugpalette bedient. Der Cursor rollt Menüs auf, klickt in ausgesuchte Kästchen, und löst damit die Handlungen aus. Die Interaktivität ist jedoch bloß vorgespielt: der Betrachter kann nur zuschauen. Zusätzlich wird seine ganze gebräuchliche "Interfacekultur" durch eine fast durchgängige Verdrehung der Gewohnheiten gebeutelt: die Anwendung der Werkzeuge ist ungeachtet ihrer ursprünglichen Bestimmung völlig frei. Der Zuschauer bleibt seinerseits passiv und fasziniert. Letzten Endes verweisen die Vielfalt und die Fülle des Gegebenen mit ihrem Taumel an willkürlichen und unendlichen Handlungen die Versprechen der virtuellen Technologie auf ihre dürftigen generischen Illusionen.
Lysianne Léchot Hirt

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Intervention

Cette installation encyclopédique prend pour thème l’évolution par laquelle l’homme met au point des outils pour domestiquer son environnement. Donnant un tour d’écrou supplémentaire à la réflexion, Eric Lanz construit son installation comme un logiciel interactif. Sur l’écran de projection apparaissent donc divers objets, substances et matières qu’un utilisateur invisible manipule virtuellement en se servant parmi les palettes d’outils. Le curseur déroule les menus, clique sur les cases choisies et donne lieu aux actions. Mais l’interactivité est seulement figurée : le spectateur ne fait que regarder. En plus, toute sa « culture d’interface » usuelle est mise à mal par une torsion quasi systématique des habitudes: l’usage des outils est totalement libéré du respect de leur destination première. Le spectateur, lui, reste passif et fasciné. Au final, avec ce vertige d’actions arbitraires et infinies, la variété et la richesse du donné actuel renvoie brusquement les promesses de l’ingénierie virtuelle à ses pauvres illusions génériques.
Lysianne Léchot Hirt

Die Installation La pâte  (Der Teig) wird auf einem Monitor gezeigt, auf dem sich ein Cursor in Form einer kleinen Hand bewegt. Wie in einer Software zur Bildbearbeitung am Computer steuert diese Hand das Geschehen über unterschiedliche Menüs. Nur sucht der Betrachter  hier vergeblich nach einer Maus oder einem ähnlichen Eingabegerät, das ihm ermöglichen würde einzugreifen. Er stellt fest, dass das Ganze lediglich die Benutzung einer Software simuliert, die es, genau genommen, auch gar nicht geben könnte. Denn tatsächlich ist das, was hier mit verschiedenen Werkzeugen und Handbewegungen bearbeitet wird, keine digitale Datei, sondern ein reales Material: eine Art Teig, in dem die Handlungen deutliche Spuren hinterlassen, auch wenn auch hier alles per Klick rückgängig gemacht werden kann...
Mit der Zeit wirkt dieser Teig unter den diversen Eingriffen immer mehr wie ein Körper und der Betrachter identifiziert sich gleichermaßen mit dem aktiven "Willen" des Cursors und dem Passiven "Leiden" der Materie.
Ursula Wittmer

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La pâte

La pâte

video on monitor, sound, 26' loop

Intervention

video with sound, 22' loop
at Museum für Gegenwartskunst, Zürich

Eingriff

video with sound, 21' loop
at Centre PasquArt Biel/Bienne


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