GLOVES

video and other work about an encyclopedia of gloves

vimeo

stills out of Les gants 2

Works such as Les gants are of a very consistent inner logic, a logic that even almost seems to exceed the bounds of what the viewer can comprehend, in order to create an intrinsic language that only the artist himself can completely understand. The beginnings of an encyclopedia are maintained for an especially long time in Les gants, which emerged from over 2 years of collecting gloves from a wide variety of areas of human activity. Even so, the application of the medium remains exemplary and the technology, therefore, pseudointeractive. In this way, both the encyclopedia and technology become ironically refracted. If the encyclopedia of gloves were really a databank that could be manipulated by touch-sensitive screen, the function of all 300 pairs of gloves would have to be capable of being activated individually – a Sisyphean task. Irony saves work.
Dieter Daniels

Arbeiten wie Les gants sind von einer sehr konsequenten inneren Logik, die sogar fast über das vom Betrachter Nachvollziehbare hinausgeht, um eine immanente Sprache zu schaffen, die nur noch dem Künstler ganz verständlich ist. Der Ansatz zur Enzyklopädie ist in Les gants besonders weit durchgehalten, was alleine schon aus der über 2 Jahre dauernden Sammeltätigkeit von Handschuhen aus den unterschiedlichsten Bereichen menschlicher Aktivität hervorgeht. Dennoch bleibt die Verwendung exemplarisch und damit die Technik pseudointeraktiv. Dadurch wird beides - Enzyklopädie und Technologie - ironisch gebrochen. Wäre die Enzyklopädie der Handschuhe tatsächlich eine über Touchscreen steuerbare interaktive Datenbank, müssten alle 300 Handschuhe in ihrer Funktion aktivierbar sein - eine Sisyphusarbeit. Ironie spart Arbeit.
Dieter Daniels

vimeo

Les gants 3
2 synchronized video screens (simulation)

Les gants 3

2 synchronized videos, 22' loop
at Fri-Art Kunsthalle, Fribourg

In den Videoarbeiten Les gants führt der Künstler eine visuelle Gebrauchsanleitung zahlreicher diverser Handschuhe auf, die dem Archäologen der Zukunft ein dechiffrierendes Instrumentarium bieten könnte. Da erscheinen Plastikhandschuhe zum Haarefärben, Gummihandschuhe zum Spülen oder Noppenhandschuhe zum Bürsten von Hundefell.

Das Video funktioniert wie ein indexikalisches Speichermedium und als ein Lehrfilm zugleich. Die Bildbeispiele sind sehr unterschiedlich und immer höchst verfremdet. Lanz gelingt es, in einem Bilderuniversum, in dem wir alles schon kennen, nicht mehr Bilder zu machen, sondern andere. Auch in dieser Arbeit wählt ein „gefilmter“ User via einen Touchscreen die einzelnen Handschuhe aus, die ihre Bedeutung alleine durch ihren Gebrauch erfahren, wie der Künstler einmal formulierte.
Sabine Maria Schmidt

Die Handschuhsammlung
acrylic shelf, 50 m

at Akademie Schloss Solitude, Stuttgart


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